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Fortsetzung

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Zweiter Unfall

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23.07.2009 - ein unschöner Tag.
Endlich waren alle Hochschulprüfungen vorbei. Schnell nach Hause, alles zusammenpacken und wieder los zum lange geplanten Motorradtreffen. Nur leider verlief nicht alles so, wie es sollte.

Straßenzustand: regennass, ohne Regen (gerade aufgehört).
Vor mir fuhren zwei Autos, das letzte mit einigem Abstand zu mir. Auf die Kreuzung zufahrend bremsten beide - wie ich auch. Während dieser ganz normalen Bremsung gelangte mein Vorderrad auf ein aufgemaltes Stopschild mit ca. 3m Länge und 1,6m Breite.
Das Rad geriet ins Rutschen. Ich löste die Bremse sofort, das Rad fing sich wieder und ich konnte die Maschine einigermaßen halten. Wahrscheinlich wäre es gut ausgegangen... dann kam der Einschlag in den vorausfahrenden Passat.

Resultat: Risswunde am Bein, tauber Knöchel, Verletzungen am Unterbauch (vom Tank), gebrochenes rechtes Handgelenk, Arm im Gips für 6 Wochen, Titanplatte mit 11 Schrauben im Arm für 8 Monate.
Und das trotz vollständiger Schutzkleidung...

Unfallort

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Die Geschwindigkeit schätze ich vor der Bremsung (Beginn vor dem Stopschild) auf ca. 45km/h, danach waren es ca. 30km/h.
Ohne dieses Stopschild wäre bei normaler Bremsung nie etwas passiert - siehe Bilder des Unfallortes (Seht ihr auf dem zweiten Bild das Stopschild auf der Straße? Nein? Das war das Problem!).

Interessant finde ich den Aspekt, dass das Schild von unten schlichtweg kaum zu sehen ist, also sinnlos. Noch dazu gibt es eine deutliche Beschilderung, wozu also dieses Zusatzschild an einer uneinsehbaren Stelle.

Bruchstelle des Rahmens

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Ein paar Worte zum Rahmen selbst:
Eine Schädigung in diesem Ausmaß ist ohne Vorschädigung des Rahmens unmöglich. Nach meinem ersten Unfall wurde der Rahmen vermessen und für tauglich befunden. Möglicherweise hatten sich Mikrorisse gebildet - es hätte geröngt werden müssen. Dies legt die Vermutung nahe, dass bei Aluminiumrahmen generell so vorgegangen werden sollte.
Ich möchte nicht wissen, wieviele SV650 unwissentlich mit einer solchen Vorschädigung herumfahren.

Nebenbei: Die Qualität der Schweißnähte in diesem Bereich ist grauenhaft. Ich finde es bedenklich, dass der Rahmen dort nahezu stumpf aufeinandergeschweißt wurde - siehe Bilder. Der Rahmen ist MITTEN in der Schweißnaht gebrochen.

Aufgeben? Niemals!

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Man muss doch den Grundgedanken eines "Fighters" am Leben erhalten.
Ich glaube an das was ich mache - es gibt immer einen Ausweg.

Einige Wochen später konnte ich über ein bekanntes Auktionshaus einen SV650 Rahmen sehr günstig ersteigern.
Bis auf die Tatsache, dass ein Gewinde der Kühlerhalterung (letztes Bild) kaputt war, war er wirklich in einem einwandfreien Zustand - ein Schnäppchen. Das Gewinde war dann auch schnell mit einer gängigen Gewindebuchse repariert. Womöglich ist die neue Buchse aus Messing in Alu sogar insgesamt stabiler als das bloße Alugewinde.

Ein neuer Tank wurde auch besorgt - der alte war nicht mehr zu gebrauchen.
Nach einem Date mit dem Beulendoktor war der gebrauche (verbeulte) Tank allerdings wieder schön. Zugegeben, schön ist anders, aber zumindest beulenfrei. Darauf kann man doch aufbauen.

Sie steht wieder

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Langsam wird es! :)
Geplant ist ein Hydraulisch gebogener Edelstahlheckrahmen aus 20x2mm Rohrmaterial - lasst euch überraschen.

Neue Ideen:

  • A123 Akku
  • Motogadget M-Unit
  • Motogadget M-Lock (In Lampenmaske integriert)
  • Taster Titaniac III (gekauft)
  • 2x LC4 Kühler rechts und links neben den vorderen Zylinder
  • Elektronik konzentriert anstelle des originalen Kühlers
  • Keine Elektronik mehr im Heck! (Außer der Zuleitung für Blinker/Rücklicht)
  • Komplett neugestalteter Kabelbaum
  • Leovince ALU (Hülle schwarz gepulvert, Halterung direkt angenietet - gekauft)

Offsetritzel

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Man sucht doch immer nach Verbesserungen.
Im Zuge dessen musste das alte Ritzel (530er Teilung) weichen, da es mit der Unterlegscheibe (6mm Dicke) eine erhöhte Belastung für die Getriebeausgangswelle darstellte.

Durch einen Tip von Nils (svrider.de) konnte ich vergleichsweise günstig über wieres.de ein Offsetritzel mit 525er Teilung erwerben. Dazu fehlt jetzt nur noch ein passendes Kettenrad mit 46 oder 47 Zähnen.

Eine sinnvolle und stabile Befestigungsmöglichkeit des Ritzels befindet sich noch in der Planungsphase.

Hinternschoner deluxe!

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Etwas Farbe kann nie schaden - auch nicht bei der Sitzbank. Etwas Neues musste her, da die alte Bank einer Ducati Monster beim letzten Unfall doch ziemlich beschädigt worden war.

Hier stand mir Niklas (sitzbankbezieher.de) zur Seite und zauberte termingerecht innerhalb kürzester Zeit eine neue Version:

  • Braunes Kunstleder in Mikrofaseroptik
  • Abgedichtete Kappnähte
  • Angepasste Polsterung (nach Fahrergewicht)
  • Farbige Abnäher

Natürlich kann Niklas praktisch jeden Sitzbankwunsch erfüllen.
Spezielle Polsterungen, Gelkissen, Sitzheizung, farbige Details und Applikationen (z.B. Stickereien) oder eine exotische Wahl des Bezugsstoffs sind kein Problem - eben alles, was für absolute Individualität notwendig ist.

Was lange währt... CNC-gebogener Heckrahmen

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Es ist schön, wenn man sich auf gewisse Leute verlassen kann, z.B. Chris vom HCC.
Ohne ihn wäre das alles sowieso nicht möglich gewesen, die Geschichte meiner SV 650 hätte wohl nach dem zweiten Eintrag geendet.

Aber von vorne:

Der Plan, den Heckrahmen per CAD zu konstruieren und aus 20x2mm VA-Rohrmaterial zu biegen, stand von Anfang an. Alle Maße waren abgenommen und sollten eigentlich per AutoCAD in ein Modell übertragen werden.

...bis die Zeichnung incl. Konstrukteur von der Bildfläche verschwand. Nach sehr langer Wartezeit, die Geduld war beinahe erschöpft, tauchte sie wieder auf - zwar war sie halbfertig, aber immerhin wieder da.

Die restliche Konstruktion erledigte ich dann vergangene Woche lieber selbst per Autodesk Inventor. Die fertige Zeichnung ging zum Spezialisten (riesiges DANKESCHÖN an Jochen) und nur ein paar Tage später waren die Rohrbögen fertig. Zeitgleich kamen 4 Drehteile (Aufnahmepunkte des Heckrahmens), die von einem Mitglied des fighters-forums gefertigt wurden, an

Es geht also endlich weiter!
Schon nächstes Wochenende wird das nächste Update kommen...

Mission : Rear Frame Impossible

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  • Hauptdarstellerin: Suzuki SV650 N (geb. 2001)
  • Regisseure: Chris (Herrscher über das Edelstahlchaos), Michi (Schweißergott vom Dienst), Ody/Timur (tatkräftige und mentale Unterstützung), Sonja (Geniale Kochlöffelakrobatin), sonstige Mitwirkende und ich (der Esel nennt sich…)

Kennt ihr das Gefühl, wenn man gefühlte Jahre auf ein Ereignis wartet und man kurz davor steht? So ähnlich war es vor ein paar Tagen für mich.

Samstags ging es nach einem Frühstücksbier los. Ohne Plan natürlich… wir können das ja. Natürlich.

Am Anfang stand endloses Maßnehmen und Ausrichten, bis die ersten CNC-gebogenen Rohre im hinteren Bereich zusammengeschweißt werden konnten.

Weiter gings...

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Der obere Bogen wurde an den vorderen Enden eingekerbt, umgeknickt und verschweißt um den Rahmen im Bereich der Drehteile am Tank zusammenzuführen – nahezu unsichtbar.

Damit eine optimale Verbindung zwischen aufgelegtem Rohr und massivem Drehteil gewährleistet werden kann, wurde das vordere Rohrstück rund ausgeklinkt, bis es mit maximal 1-2mm Spalt auflag. Angepunktet. Voila. Der Heckrahmen hält (mit zwei Schrauben). So könnte man schon fast zum TÜV…

Und immer wieder: Messen, anhalten, provisorisch befestigen.
Da fühlt man sich fast wie im Prototypenbau…

Anschließend konnten alle Bögen mit "Kern" verschliffen und poliert werden. Wer sieht die Naht noch? :)

Rohrbiegen für Fortgeschrittene

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Mit Chris‘ Rohrbiegemaschine wurden die beiden vorderen Teile des Unterzuges gebogen.

Bewährt hatte sich folgender Vorgang:

Ein Rohrende wurde mit Gewebeklebeband und Tuch verschlossen, das Rohr mit Quarzsand gefüllt, gestopft und das andere Ende ebenso verschlossen. Mit Odys Hilfe wurde das Rohr mittig stark erhitzt und in die Biegemaschine geschoben. Während beide Stellen direkt um die Biegestelle weiter erhitzt wurden, ließ sich das Rohr leicht biegen.

Das Problem dabei: Man braucht zwingend einen Ody, sonst wird das nichts!

Per Augenmaß und Winkelmesser wurden beide Rohrstücke aneinander angeglichen, gekürzt und jeweils mit einem 16mm „Innenbolzen“ (Edelstahlvollmaterial) versehen – fast wie Lego.

Nachdem alles zusammengesteckt wurde, konnte nun genau abgemessen werden, wo das Rohr für die untere Heckrahmenaufnahme am Drehteil ausgeklinkt werden sollte. Alles zu verschweißen und zu verschleifen war dann nur noch ein Klacks (wer die Ironie findet, darf sie behalten :) ).

Der neue Heckrahmen - kurz vor Stapellauf

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Aber am Ende war klar… die viele Arbeit ist leider nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Ca. 18 Stunden reine Arbeitszeit sind für das Konstrukt draufgegangen, aber es hat sich meiner Meinung nach absolut gelohnt.

Lasst euch aber nicht irritieren – am Ende wird die Sitzbank plan auf dem Heckrahmen aufliegen und nebenbei......... ein Bier taugt nicht als Motorrad-Seitenständer.

Ich bedanke mich nochmals bei allen die mitgewirkt haben – ein absolut GENIALES Wochenende war es.

Auf der Suche nach der optimalen Kennzeichenposition

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Schwierige Sache... wo soll das Kennzeichen nur hin?

Am besten ganz weg. In allen Ländern außer in Deutschland wird man mit dem Kuchenblech sowieso ausgelacht. Grund genug, die bestmögliche Position zu suchen.

Zur Auswahl stehen:

  • Standardposition am Heck direkt (1)
  • Am Hinterreifen (2)
  • Links vom Hinterreifen (3)
  • Direkt vor dem Federbein, hinter dem Reifen (4)

Was meint ihr?

Geschafft!

Wenn ihr das hier wirklich bis zum Ende durchgelesen habt, bleibt nur noch eines zu sagen – danke für das Interesse!
Über Lob, Kritik und Kommentare per E-Mail freue ich mich immer sehr!

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